W-BURG 36
IBA HAMBURG - Auswahlverfahren für Architektenpool für Baugenossenschaftsprojekte
Das Projekt wurde im Rahmen eines Auswahlverfahrens für einen Architektenpool für Baugenossenschaftsprojekte der IBA Hamburg erstellt.
Der Wohnblock wurde für die fiktive Baugruppe W-Burg 36 konzipiert und bietet variable Wohnformen für unterschiedliche Lebensphasen. Dabei sind die Suffizienz der Wohnfläche und die Reduzierung der Wohnflächeninanspruchnahme zentrale Konzepte. Der Benchmark von 36m² pro Kopf soll eingehalten werden. Dafür wurden drei Module entwickelt, die unterschiedliche Anteile an privaten und gemeinschaftlichen Flächen aufweisen. Die Gemeinschaftsräume befinden sich im Erdgeschoss und auf den Geschossen und werden durch die Baugruppe betrieben.
Die Gebäude sind Hybridbauten aus Holz und Stahlbeton. Um eine Vielfalt unterschiedlicher Wohnungsgrundrisse zu erhalten, wurde ein Tragsystem aus Holzstützen und -trägern sowie eine nicht tragende Fassade gewählt. Diese sind als vorgefertigte Holzrahmenelemente mit einer vorgehängten, hinterlüfteten Klinkerfassade konzipiert. Durch leichte Trennwände wird die gewünschte Flexibilität und Veränderbarkeit im Lebenslauf der Bewohner ermöglicht. Die verwendeten Materialien lassen sich für einen späteren Rückbau einfach trennen und wieder dem Materialkreislauf zuführen.
Die Reduktion des Stahlbetons auf die Treppenhäuser und der hohe Holzanteil tragen zur Einsenkung des CO₂ im Lebenszyklus des Gebäudes bei. Dank der hochgedämmten Gebäudehülle und der Energiegewinnung durch PV-Module auf den Dächern kann das Gebäude als Effizienzhaus 40 im Rahmen des Programms „Klimafreundlicher Neubau” gefördert werden.
Der grüne Innenhof mit Grünlandschaft erschließt den Wohnblock und verstärkt mit der Fassadenbegrünung das ökologische Konzept. Auf dem Dach sind Retentionsdächer mit intensiver/extensiver Begrünung sowie Gemeinschaftsterrassen vorgesehen.
The project was developed as part of a selection process for an architect pool for cooperative housing projects organized by IBA Hamburg.
The residential block was designed for the hypothetical building group W-Burg 36 and offered flexible living arrangements for different generations. A central concept focused on the sufficiency of living space while minimizing per-capita private floor area. The benchmark of 36 m² per person was maintained through the development of three modular units, each featuring different ratios of private and communal spaces. Communal areas are located on the ground floor and upper floors and would be managed by the residents’ cooperative.
The buildings were designed as hybrid constructions, combining timber and reinforced concrete. To allow for a variety of apartment layouts, the structural system consisted of timber columns and beams, while the facade was to be non-load-bearing. Prefabricated timber frame elements with a ventilated, externally cladded brick facade were used. Lightweight partition walls provide the desired flexibility and adaptability over the residents’ life cycles. All materials and build ups were designed for easy separation and recycling at the end of the building’s life.
Confining the use of reinforced concrete to stairwells and maximising the timber content significantly lowered the building’s life-cycle CO₂ footprint. Thanks to a highly insulated building envelope and energy generation through rooftop photovoltaic panels, the project qualifies for funding as a KfW Efficiency House 40 under the Climate-Friendly New Construction programme.
An inner courtyard with landscaped greenery provides access to the residential block and, together with a green facade, reinforces the ecological concept. Blue roofs with intensive and extensive greenery and communal terraces were planned on the rooftops.
