SCHÖNEBERGER LINSE
Klimaneutrales Wohngebäude, Berlin-Schöneberg
Das Konzept für ein klimaneutrales Wohngebäude in Berlin-Schöneberg wurde für ein Konzeptverfahren in zwei Phasen entwickelt. Der Entwurf basiert auf einem modularen Konzept von 22 m2 großen Mikrowohnmodulen.
Die Grundrisse sind effizient gelöst um den Wohnflächenverbrauch pro Kopf zu reduzieren (Suffizienz). Das 22 m2 Modul ist kombinier- und erweiterbar. Es lassen sich daraus Wohnungen bis zu 6 Zimmern entwickeln. In den Geschossen werden diese Module unterschiedlich bis hin zum Clusterwohnen kombiniert um so eine typologische Vielfalt zu erreichen und den Wünschen der beteiligten Träger zu ermöglichen.
Durch die modulare Bauweise kann bei der Herstellung und in der Konstruktion durch verkürzte Bauzeit, der Einsatz von nicht erneuerbarer Primärenergie reduziert werden. Die Recyclingfähigkeit ist durch die spätere Trennbarkeit von Elementen erleichtert. Die Mischbauweise mit massivem Kern und vorgehängter Holzfassade mit Zellulosefaserdämmung erlaubt eine optimierte Baulogistik.
Auf ein Kellergeschoß wird bewusst verzichtet um den Bodenaustausch sowie Risiken bei Aushub, Transport und Endlagerung zu vermeiden. Auf dem Dach werden Gründachflächen und eine Dachterrasse mit Außenküche und Urban Farming realisiert.
Das Ziel klimaneutrales Gebäude wurde durch die Planung eines Effizienzhaus KfW 55, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und die Nutzung eines mit Bio-Erdgas betriebenen Blockheizkraftwerks (BHKW) für die klimaneutrale Energieversorgung erreicht. Die ganze Dachfläche wird mit einer „Pergola“ als PV-Dach zur Stromerzeugung versehen.
The concept for a climate-neutral residential building in Berlin-Schöneberg was developed for a two-phase concept study. The design was based on a modular system of 22 m² micro-housing units and the floor plans are efficiently designed to reduce per capita living space consumption. Each 22 m² module is combinable and expandable, allowing the development of apartments with up to six rooms. On each floor, the modules are combined in various ways, up to and including cluster living, to create typological diversity and accommodate the needs of the participating housing providers.
Thanks to the modular construction method, the use of non-renewable primary energy is reduced during manufacturing and construction through shortened building times. The design also facilitates future disassembly, and thus improved recyclability. The hybrid construction, with a load bearing core and a prefabricated timber facade insulated with cellulose fibre additionally optimises construction logistics.
A basement is deliberately omitted to avoid soil excavation and reduce risks associated with digging, transport, and disposal. The roof features green areas and a rooftop terrace with an outdoor kitchen and urban farming facilities. The goal of climate neutrality was achieved through planning a KfW 55 Efficiency House, installing MVHR units, and using a combined heat and power unit (CHP) fuelled by biogas for climate-neutral energy supply. The entire roof is topped with a pergola-like photovoltaic canopy for electricity generation.
